bikepackmarc - cycling and running the world


Wanderlust describes the human longing to leave familiar conditions and to open up the wide world. The word "wanderlust" literally stands in contrast to homesickness, the longing for one's homeland.

I was plagued by massive wanderlust and decided to quit my job in Munich, exchange my flat for a tent and embark on an exciting expedition. As a triathlete it seems obvious in what style I'm travelling.

I'm exploring the the world! By cycling and running!


Overview:

📍 Kuala Lumpur, Malaysia; 24.03.2019

211 days on road

13 countries visited

64 times camping

74 days in the saddle
No Tracking since 21.03.2019 - GPS Watch stolen!

5.551,8 cycled kilometers

45.740 meters of vertical climbing

4 flat tires

Running

901 kilometers of running

Projects
Running Sri Lanka - 610 km in 20 days
Races
Yerewan Marathon: 3:23:43; Rank: 10, AG: 3

Muscat Rolling Hills Half Marathon:
1:46:19; Rank: 14


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Woche 28

02.03. - 08.03.2019

Tage 188 - 194


Es ist wirklich erstaunlich, was die Kombonation aus Erschöpfung, Schlafmangel, Unterzucker und einer negativen Einstellung mit einem anstellen kann. Ich war kurz davor alles hinzuschmeißen. Und damit meine ich nicht nur das Laufprojekt. Ich habe in meinem Kopf tatsächlich schon das Szenario durchgespielt, meine Taschen zu packen und in den nächsten Direktflug von Colombo nach Frankfurt zu steigen. Ich weiß nicht, ob diese Flugverbindung existiert, aber in meinem Kopf tat sie es. 

Der Grund für diese negativen Gedanken, lag im Grunde genommen nur bei der Frustration über einen schmerzenden und stark geschwollenen Knöchel, der mich am Weiterlaufen gehindert hat. "Ständig setzt mir mein Körper irgendwelche Grenzen" habe ich mir gedacht. "Grenzen mit denen ich nicht einverstanden bin. Vielleicht sollte ich einfach nicht hier sein und das machen, was ich gerade mache." Und so habe ich vor mich hingesponnen, als ich am ersten Tag nach unserer Pause in Dambulla, nach 25 Kilometern zum Aufhören gezwungen war, aber noch neun Kilometer bis zu unserem vereinbarten Ziel vor mir hatte. Als ich anderthalb Stunden später in der Dunkelheit bei dem Restaurant ankomme, hat Pete bereits den dritten Becher Fruchtsaft vor sich stehen. Mit dem Essen hat er noch gewartet. Er hatte auch zu kämpfen und hat "nur" zwanzig Minuten auf mich gewartet. Ich bin niedergeschlagen, weil ich Pete ja eigentlich unterstützen wollte, mich heute jedoch eher fühle, wie ein Klotz am Bein. Als ich ihm meine Bedenken mitteile, beteuert er, dass ihn mein Durchhaltevermögen eher stärkt und er sich nicht trennen möchte, solange ich mich irgendwie imstande sehe, weiterzumachen. 

Puh, ja... sehe ich mich denn imstande weiterzumachen?! In der folgenden Nacht, die wir in der leerstehenden Baustelle eines unfertigen Hauses verbringen, habe ich genug Zeit über diese Frage nachzugrübeln. Ich kann nämlich kaum schlafen. Der Knöchel schmerzt, der harte Steinboden ist unbequem und der Kopf ist zu voll. Wesentlich schlimmer als der Schmerz, ist die Befürchtung, eine langwierige Verletzung zu riskieren und damit mein Scheitern vollends zu besiegeln. 

Mein Entschluss: Ich fahre mit dem Bus nach Kandy, dem Zielort des folgenden Tages, mache somit noch einen Tag Pause und versuche von dort aus, das Projekt zu Ende zu bringen, sofern es mir etwas besser geht. Auch wenn das bedeutet, dass ich den Versuch Sri Lanka zu durchlaufen dann nicht erfolgreich beendet haben werde.

Doch dann passiert etwas erstaunliches! Kurz bevor um sechs Uhr Petes Wecker klingelt, um wieder durchzustarten, bekomme ich eine Nachricht von einem Freund. Er ist Arzt und erkundigt sich bei mir über mein Wohlergehen. Ich beschreibe ihm die Situation, schicke ihm ein Foto von meinem Knöchel und gestehe ihm, dass mich so langsam der Mut verlässt. 

Seine Antwort kommt unverzüglich: "Solange es kein Knorpelschaden ist, kannst du langfristig wenig kaputt machen." Ich soll Ibu Prufen nehmen. Hauptsächlich der Entzündung wegen aber den Schmerz soll es mir auch ein wenig nehmen. Er fiebert mit und drückt mir die Daumen... aber ich habe ja schon schwierigere Situationen gemeistert.

Na das ist doch mal eine Ansage! 

Pete hat glücklicherweise Ibu Prufen dabei. Und noch ehe ich richtig über die Situation nachdenken kann, finde ich mich in meinen Laufklamotten und mit gepacktem Rucksack vor dem Haus wieder, noch ehe Pete seine Zähne geputzt hat. Ich bin bereit weiterzumachen! 

Den Weg nach Kandy schaffe ich ohne weitere Schwierigkeiten oder Probleme. Der Fuß ist weiterhin geschwollen und schmerzt aber alles ist im Rahmen. In Kandy anzukommen bedeutet gleichzeitig, dass wir die Hälfte der Strecke geschafft haben. Über 300 Kilometer in nur elf Tagen. Zur Belohnung gibt es ein dickes Abendessen. Die Motivation ist nun ungebrochen! 

Die folgenden zwei Tage läuft es bei mir zunehmend besser. Die Schwellung geht zurück und mit ihr auch die Schmerzen. Ich fühle mich gut und auch von der Geschwindigkeit her, fühlt es sich mit einer Pace zwischen 6:20 und 6:30 Minuten pro Kilometer, trotz des schweren Rucksacks wie laufen an. Wir kämpfen uns durch die Landschaft, die zunehmend hügeliger aber auch immer malerischer wird. In einem Bergdorf dürfen wir nach einigen Verhandlungen mit dem zuständigen Polizeiinspektor auf dem Cricketfeld der Polizeidienststelle und der einzig Ebenen Grünfläche der Ortschaft campieren. Die Prämisse ist, dass wir am nächsten Tag bis sechs Uhr morgens verschwunden sind. Da wir ohnehin früh los wollen, passt uns das wunderbar und so haben wir einen tollen Platz zum Übernachten mit Bad inklusive. Am nächsten Tag fehlt es uns beiden an Motivation, doch die schöne Umgebung ist es, die uns zwischen den vielen Fotopausen immer wieder vorantreibt. In unserer Mittagspause stellen wir fest, dass wir beide wieder einen Ruhetag vertragen könnten und uns eigentlich nicht so sehr danach ist, noch einen weiteren Tag zu laufen. Also beschließen wir, dass wir uns zusammenreißen und die Etappe, die wir ursprünglich auf zwei Tage aufteilen wollten, heute noch durchziehen. Am Ende des Tages stehen wir nach 35 Kilometer mit 1.600 Höhenmetern, einen Tag früher als geplant und komplett fertig vor unserer Unterkunft in Nuwara Eliya und könnten beide vor Freude heulen. 378 Kilometer stehen nun nach 13 Tagen auf unserem Konto und so können wir ganz entspannt einen Tag Auszeit nehmen, eher wir die Zweitagesettappe nach Ella angehen. Nuwara Eliya ist ein wahnsinnig schöner Ort, auf knapp 2.000 Metern Höhe. Einen See in der Mitte und die Teeberge ringsherum, verleihen diesem Ort einen unglaublichen Zauber. Hier lässt es sich aushalten!


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Des bin I

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Tausendsassa

"Ois a weng - nix gscheid"